Durch die anti-oxidative Wirkung wirkt Leinöl krebshemmend

20140612_krebshemmend-3Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Verzehr von Leinöl Krebs vorbeugen und sogar das Wachstum von Tumoren und die Bildungen von Metastasen hemmen kann. Das gilt besonders für hormonabhängige Krebserkrankungen wie Prostata- Brust- oder Gebärmutterhalskrebs, doch auch für Dickdarmkrebs gibt es vergleichbare Ergebnisse. Den Grund dafür sehen die Forscher meist in den Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren oder der Lignane sowie in einer Kombination beider Stoffe. Ihre Einflüsse auf die Bildung von Hormonen und Enzyme sowie ihre Fähigkeit, sogenannte freie Radikale zu binden, werden als Erklärung für die Wirkungen des Leinöls herangezogen.

Eine der namhaftesten Forscherinnen auf diesem Gebiet ist Dr. Johanna Budwig (1908-2003). Sie hat sich als Chemikerin, Physikerin und Pharmakologin zunächst um die Erforschung von Fettsäuren verdient gemacht. Schon in frühen Jahren beschäftigte sie sich mit Krebs und entwickelt eine Behandlungsmethode, in der die Ernährung mit Leinöl und Leinsamen eine ganz entscheidende Rolle spielt. Bekannt geworden ist die Methode als die Öl-Eiweiß-Kost.

Nach Dr. Budwig’s Auffassung, die auf Studien des Mediziners und Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg aufbaute, entsteht Krebs, wenn die Zellen eines Organs oder Gewebes nicht mehr ausreichend „atmen“ können. Sehr vereinfacht dargestellt, lässt sich diese Auffassung folgendermaßen beschreiben: bekommt eine Zelle zu wenig Sauerstoff, droht sie zu „ersticken“, denn ohne Sauerstoff kann sie ihren Energiebedarf nicht mehr decken.

Um nun ihren eigenen Tod bzw. das Sterben ihrer spezialisierten „Art“ zu vermeiden, stellt die Zelle ihren Stoffwechsel um und versucht ihren Energiebedarf anstatt über die Zellatmung (Abbau von Glukose unter Verbrauch von Sauerstoff) über Gärung zu decken (Abbau von Glukose ohne Sauerstoff). Da die Vergärung aber deutlich weniger Energie liefert als die „Veratmung“ von Glukose, hat die Zelle trotz dieser Überlebenstaktik zu wenig Energie zur Verfügung um ihre Aufgaben  voll  zu erfüllen. So kann sie etwa Zellteilungen nicht richtig zu Ende führen, halbgeteilte Zellen mit mehreren halbgeteilten Zellkernen entstehen. Die DNA (Desoxyribonukleinsäure, die Trägerin unserer Erbinformationen) verändert sich dadurch. Bei der kontinuierlichen Zellteilung wird dieses geschädigte Erbgut nun weitergegeben! Ein unkoordiniertes Wachstum von nicht mehr funktionstüchtigen Zellen beginnt und Tumore entstehen.

Frau Dr. Budwig zeigt auf, dass die Omega-3-Fettsäuren die Durchlässigkeit der Zellmembranen sowie die Fließfähigkeit des Blutes steigert und damit auch die Sauerstoffzufuhr der Zellen erhöht. Zumal in den Zellen von Krebspatienten vermehrt Transfette nachgewiesen wurden, während essenzielle Omega-6- oder Omega-3-Fettsäuren oft fast völlig fehlten, schloss sie, dass es vor allem die Transfettsären sind, die die Membrane der Zellen verkleben und so für deren Sauerstoffmangel und schließlich für die Entstehung von Krebs mit verantwortlich sind.

Wenn Krebs und andere Krankheiten aber durch Sauerstoffmangel der Zellen entstehen und wenn essenzielle Fettsäuren die Zellatmung aufrecht erhalten, schlussfolgerte Dr. Budwig, müsste man mit einer entsprechenden Ernährung vorbeugen oder heilen können. So begann sie mit pflanzlichen Ölen zu experimentieren und kam zu der Überzeugung, dass Leinöl mit seiner hohen Konzentration von Linolen- und Linolsäure die gesündeste Fettsäuren-Zusammensetzung aller Öle habe.

20140612_KresbshemmendObwohl Dr. Budwig tatsächlich viele Krebspatienten geheilt hat, sollten Sie sich als Betroffener nicht selbst allein mit Leinöl und Topfen behandeln, ziehen sie unbedingt einen kompetenten Arzt zurate! Auch Frau Dr. Budwig sah die Ernährung nicht als die alleinige Ursache für Erkrankungen oder Heilung an. Viele äußere und innere Faktoren können die Veränderung einer gesunden Zelle zur Krebszelle beeinflussen. Die beschriebenen Schädigungen der DNA kann z.B. durch Umwelteinflüsse wie Rückstände von Herbiziden und Pestiziden in Nahrungsmitteln, durch künstliche Hormone oder radioaktive Strahlungen hervorgerufen.

Sie war allerdings der Meinung, dass die Chemotherapie zur Behandlung von Krebs nicht der richtig Weg zur Heilung sei. Denn die Zytostatika-Medikamente greifen nicht nur Krebszellen sondern auch gesunde Zellen an. Sie schwächen dramatisch das Immunsystem, wodurch auch die gesunden Stoffwechselprozesse stark eingeschränkt werden. Deshalb sollten Chemotherapie-Patienten besondere Sorge tragen, ihr Immunsystem zu stärken.

Auch das Licht der Sonne spielt zur Vorbeugung und Heilung eine wichtige Rolle. Und tatsächlich gibt es heute die These, Vitamin D – das unsere Haut nur mit Hilfe der UV-B-Strahlung des Sonnenlichts bilden kann – könnte Anteil an der Entstehung bzw. Vermeidung von Krebs haben. Die Empfehlung lautet daher: nehmen Sie täglich, am besten morgens, jeweils einen Esslöffel Bio-Leinöl und kauen sie anschließend einen Teelöffel voll Bio-Sonnenblumenkerne (hoher Anteil an Vitamin E) um jeglicher Art von Krebs vorzubeugen. Vermeiden sie transfetthaltige Nahrungsmittel, halten Sie sich in Bewegung, machen Sie täglich längere Spaziergänge, dann bleiben sie gesund.

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